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978-3-7084-0734-0
Lieferbar ab 29. Oktober 2026
Die Monografie dokumentiert die Personale im Museum Moderner Kunst Kärnten (29.10.2026 bis 10.01.2027), die in sieben Räumen einen umfassenden Einblick in Uwe Bressniks künstlerischen Kosmos bietet, der von spielerischer Freiheit und subtilem Witz ebenso getragen wird wie von konzeptioneller Strenge. Bressnik zeigt, dass Kunst ein offenes, resonantes System ist, in dem es gilt, immer wieder die Spur zu wechseln.
Texte von Uwe Bressnik, Veronika Metzger, Georg Weckwerth und Christine Wetzlinger-Grundnig sowie ein Gespräch mit dem Künstler und eine ausführliche Biografie vermitteln verschiedene Zugänge zu Bressniks transmedialem Werk.
168 Seiten, dt./engl., rund 150 Abbildungen (Arbeiten, Details, Ausstellungsansichten), 21 x 28 cm, Hardcover, Fadenbindung
Lieferbar ab 29. Oktober 2026
Die Kunst von Uwe Bressnik bewegt sich an den Schnittstellen, an denen vertraute Medien ihre klassischen Grenzen überschreiten. Seit Jahrzehnten formt der 1961 in Villach geborene und in Wien lebende Künstler ein transmediales Œuvre, das Malerei, Grafik, Bildobjekt, Skulptur und Installation verbindet. Seine Arbeiten speisen sich aus der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen kulturellen Welten wie der Musik, den Neuen Medien und dem Sport. Sie fordern herkömmliche Sehgewohnheiten heraus und laden ein, die Grammatik der Wahrnehmung neu zu lesen.
Ein zentrales Leitmotiv in Bressniks Schaffen ist die Transformation von Klang in sichtbare Form. Mit zahlreichen Werkgruppen rund um das Motiv der Schallplatte erweist er sich als „Plattenproduzent“ im übertragenen Sinn. Er befreit das klassische Medium von seiner rein akustischen Funktion und übersetzt es in eine freie, oft humorvolle Objektkunst. Die Scheiben, Kreise und Rillen werden zu autonomen Formen, die ihre Dimensionen verändern, sich biegen, stapeln, reihen und den Raum erobern. Es entsteht eine faszinierende Audiografie des Visuellen – Kunst, die das Auge hört.
Parallel dazu untersucht Bressnik in seinen Netz- und Rasterarbeiten das Spannungsfeld zwischen analoger Tradition und digitaler Gegenwart und setzt sich mit der Veränderung der visuellen Wahrnehmung durch digitale Bilderfindungen auseinander. Durch das präzise Schichten alltäglicher Gaze-Gewebe erzeugt er Moiré-Effekte, die das Flimmern moderner Bildschirme haptisch simulieren. Er überführt die Errungenschaften der Op-Art und des Konstruktivismus in einen aktuellen Mediendiskurs.
