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BUTTINGER Links das Herz – Rechts der Tod

Nationalsozialismus und Widerstand in St. Veit an der Glan

978-3-7084-0715-9

Zum Leben des beinahe vergessenen Sozialdemokraten Joseph Buttinger, der zusammen mit seiner Frau Muriel Gardiner viele Menschen vor dem NS-Terror rettete, sowie über einige seiner Zeitgenoss:innen zwischen Nationalsozialismus und Widerstand in St. Veit an der Glan, darunter Franz Bernthaler, Ferdinand Frodl, Karl Gebhardt, Gerhard Glawischnig, Michael Guttenbrunner, Ludwig Hülgerth, Ferdinand Kernmaier, Pepo Kleinszig, Hermann und Richard Knaus, Anton Koperek, Karl Krumpl, Arthur Lemisch, Joseph, Hans und Erich Liebenwein, Switbert Lobisser, Veit Prettner, Friedrich Rainer, Ottilie Schellander, Wilhelm Schubernig, Maria Stromberger, Herbert Verdino.

Joseph Buttinger (1906–1992) war letzter Parteiobmann der österreichischen Sozialdemokratie vor dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich und beteiligte sich am Widerstand gegen das NS-Regime. Aus einfachen Verhältnissen stammend, setzte er sich früh in der sozialistischen Bewegung ein. Von 1926 bis 1934 war er in St. Veit a. d. Glan (Kärnten) als Funktionär der Kinderfreunde sowie als sozialistischer Bezirksparteisekretär aktiv und lernte Opfer wie Täter der erstarkenden NS-Bewegung kennen. Nach dem Verbot der SDAP 1934 zog er nach Wien, wo er im Untergrund weiterarbeitete und seine spätere Ehefrau, die Amerikanerin Muriel Gardiner, kennenlernte. Mit ihrer Hilfe konnte er über 1.000 Juden und politisch Verfolgte retten. Außerdem engagierte er sich für die Evakuierung von NS-Widerstandskämpfern in die USA, wo er während des Zweiten Weltkriegs die Leitung des Emergency Rescue Committee übernahm.

Nach dem Krieg profilierte Joseph Buttinger sich als Vietnam-Experte und baute bedeutende sozialpolitische Bibliotheken auf, die nunmehr an den Universitäten in Klagenfurt und Harvard zugänglich sind. Heute gilt er als „Hidden Hero“, an den diese erweiterte Biografie erinnern möchte.

224 Seiten, 24 x 16,5 cm, 24 s/w Fotos, Hardcover

Inhaltsverzeichnis
INHALT

Vorworte 

I     Revolutionär und Lebensretter: Joseph Buttinger 
II     Vom Kaiser begnadigt, von Nazis verehrt: Arthur Lemisch 
III     Aufstiegshilfe der Nazis: Ferdinand Kernmaier 
IV     Diener vieler Herren: Ludwig Hülgerth 
V     Koordinator des Untergangs: Friedrich Rainer 
VI     Ein typischer Kärntner Bauer: Veit Prettner 
VII     Von der Volksschule in den deutschen Reichstag: Karl Gebhardt 
VIII     Bezirkshauptmann für 18 Stunden: Pepo Kleinszig
IX     Politische Feuerwerker: die Brüder Liebenwein
X     Verurteilter Nichtfunktionär: Herbert Verdino
XI     Beschuldigt, aber nicht verurteilt: Wilhelm Schubernig 
XII     Massenmörderin aus St. Veit: Ottilie Schellander
XIII     Der Engel von Auschwitz: Maria Stromberger
XIV     Ein Pastor am Index der Nazis: Gerhard Glawischnig 
XV     Schreibender Kämpfer gegen „Hitlerianer“: Michael Guttenbrunner
XVI     Streitbarer Seelsorger: Anton Koperek 
XVII     Verratener Widerstandskämpfer: Karl Krumpl 
XVIII     Widerstandskämpfer vom Kraigerberg: Franz Bernthaler 
XIX     Geistlicher als gewandter Selbstverteidiger: Ferdinand Frodl 
XX     Verblendeter Mönch: Switbert Lobisser 
XXI     Unangepasst und doch erfolgreich: die Knaus-Brüder 
XXII     Buttinger und sein Leben im Untergrund 
XXIII     Der St.-Veit-Faktor im Untergang
XXIV     Widerstand, Verrat und Flucht: Muriel Gardiner
XXV     Gardiner und die First Lady 
XXVI     Intellektuelle auf der Flucht 
XXVII     Nach dem Krieg 

Nachwort 
Personenregister 
Literaturverzeichnis
Onlinerecherche
Audiovisuelle Quellen und Akten 
Leseprobe
Zur Leseprobe (PDF)
Philipp Novak
Portrait Philipp Novak (Foto: Martin Steinthaler)
Biografie

Philipp Novak liest aus dem Buch (28.02.2026, Karl-Renner-Institut Kärnten, Video auf YouTube)