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Cover des Buches: Eduard Manhart 1880–1945
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Eduard Manhart 1880–1945

Leben und Werk

Ilse Spielvogel-Bodo

256 Seiten, ca. 220 Farb- und 75 SW-Abbildungen, Ganzleinen mit Schutzumschlag, erschienen 2003
ISBN: 978-3-85366-970-9

€ 24,90

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Die fachkundige Bearbeitung vom reichen Schaffen des akademischen
Malers Eduard Manhart war ebenso wie die Spurensicherung
seines Lebens eine längst fällige Aufgabe. Obwohl
der Künstler nicht zu den großen Neuerern seiner Generation
zählt, kann er doch als der bedeutendste Gebirgsmaler und
Topograph Kärntens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
angesehen werden.
Sein Weg begann in Klagenfurt, wo der schöngeistig gebildete
Bürgersohn seine Jugend verbrachte. Von dort zog er an die
Akademien von Wien und München, um Landschaftsmaler
zu werden. Naturverständnis und geografische Kenntnisse
waren ebenso wie die Liebe zur Musik die Triebfedern seiner
Schaffenskraft. Sein vielversprechender Werdegang wurde jäh unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, den er als Kriegsmaler
an der Karnischen Front miterlebte. Zurückgekehrt in
den damaligen Wohnort Ferlach, legte Manhart seinen ganzen
Fleiß in die künstlerische Wiedergabe seiner Kärntner Heimat,
die es ihm mit zahlreichen Aufträgen dankte.
Von den Künstlerpostkarten über Zeichnungen, Aquarelle,
Gouachen und Ölbildern bis hin zu Monumentalgemälden
dokumentieren unzählige Werke seinen Beliebtheitsgrad.
Seine Schaffenshöhepunkte aber stellen zweifellos die inmitten
der Natur gemalten Hochgebirgsbilder dar.
War Manhart in den späten dreißiger Jahren politisch an die
neuen Machthaber angepasst, so fand dies in seinen Werken
keinen Niederschlag. Einen letzten künstlerischen Impuls
erhielt er während des Zweiten Weltkriegs, der ihn als
Kriegsmaler an die norwegische Front führte. Dort schuf er
neben seinen offiziellen Arbeiten eine Reihe lichtdurchfluteter
Landschaftsaquarelle. Wieder daheim in Klagenfurt, sollte sich
sein tragisches Schicksal bald erfüllen. Unmittelbar nach
Kriegsende wurde er von Partisanen verschleppt. Er hat – wie
lange Zeit nur vermutet werden konnte – im Lager Vigaun
jenseits der Karawanken den Tod gefunden.
Seither ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen. Die
Zeit ist reif für die verdiente Würdigung jenes Künstlers, der
auf dem Höhepunkt seines Schaffens mit dem bekannten
Alpenmaler Edward T. Compton in einer Reihe stand.
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