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Ludwig Heinrich Jungnickel
Ein Leben für die Kunst
Ilse Spielvogel-Bodo
396 Seiten, 263 Farb- und 105 sw-Abbildungen, Werkkatalog der Druckgraphik mit 448 sw-Abbildungen, Ganzleinen mit Schutzumschlag und überzogenem Schuber, erschienen 2000.
ISBN: 3-85366-870-4
€ 39,90
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Über drei Jahrzehnte sind nach dem Tod des bereits zu
Lebzeiten international anerkannten Malers und Graphikers
verstrichen. Nun hat es sich der Verlag Johannes Heyn zur
Aufgabe gemacht, dem insbesonders als Tierdarsteller
begnadeten Künstler eine umfassende Monographie zu
widmen. Ludwig Heinrich Jungnickel erfährt mit diesem
zahlreich bebilderten Werk, das sein Leben und Schaffen von
verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet, eine gebührende
Würdigung.
Ausführlich befasst sich die Autorin, Dr. Ilse Spielvogel-Bodo,
mit dem bewegten Lebenslauf des gebürtigen Bayern. Als
Achtzehnjähriger in die damalige Kunstmetropole Wien
gekommen, sollte ihm diese Stadt bald zur zweiten Heimat
werden.
Zahlreiche Studienreisen führten ihn regelmäßig ins Ausland.
Nach den Jahren des freiwilligen Exils im ehemaligen
Jugoslawien kehrte L. H. Jungnickel 1952 nach Österreich
zurück. Seinen Lebensabend verbrachte er in Villach
und Wien.
Als interessante Spurensuche gestaltet sich die Charakteristik
der Persönlichkeit des gleichermaßen wunderbaren wie wunderlichen
Menschen. Weiters lässt ein sehr lebendig gestalteter
Abschnitt etliche Zeitgenossen des Künstlers zu Wort
kommen.
Im kunsthistorischen Teil des Buches wird Ludwig Heinrich
Jungnickels stilistische Entwicklung aufgezeigt, aber auch
Wissenswertes für den Kunstkenner und Sammler vermittelt.
Darüber hinaus behandelt die fachkundige Autorin etliche
"Meilensteine" des breitgefächerten Oeuvres, das neben der
Tierdarstellung auch Porträt- und Aktzeichnung, Landschaftsmalerei
und Entwürfe für kunstgewerbliche Arbeiten umfasst.
Die reiche farbige Bebilderung macht das Lesen dieser
Beiträge zum optischen Vergnügen. Da der Künstler speziell
auf dem Gebiet der Druckgraphik bahnbrechende Leistungen
vollbrachte, finden Arbeiten in diesen Techniken gesonderte
Berücksichtigung. Die Jungnickel-Monographie wird durch
einen sorgfältig erstellten Werkkatalog der Original- und
Gebrauchsgraphik abgerundet.